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Preiserhöhung Kaffee

von Bernadette Kirner | 19.05.2020

Sehr gerne verkaufen wir schon seit Jahren zum Selbstkostenpreis den feinen Zapatist*innen-Kaffee aus Lateinamerika. Seit dieser Woche kosten sämtliche von uns geführten Sorten etwas mehr und wir wollen aus Gründen der Transparenz mitteilen, wie es dazu kommt.

1. Erhöhung der Rohkaffeepreise für Kaffeebäuerinnen und -bauern
Einer der Grundsätze im solidarischen Handel und somit auch vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista ist, den Preis, der an Kooperativen für den Rohkaffee gezahlt wird, nicht zu senken - auch wenn der Weltmarktpreis sinkt. Es wird ganz im Gegenteil versucht, die Preise auf einem fairen Niveau zu stabilisieren und zudem regelmäßig zu erhöhen. Dies ermöglicht den Kaffeebäuerinnen und -bauern ein würdiges Leben und sicheres Einkommen - immer auch angepasst an steigenden Lebenshaltungskosten.
Daher wurden zum einen die Einkaufspreise von Aroma Zapatista erhöht. Sämtlichen Kooperativen, mit denen Aroma Zapatista zusammenarbeiten, wurde ein höherer Kilopreis bezahlt.

Detailansicht eines Kaffeestrauchs mit Bohnen

2. Erhöhung der Kosten für Rösten
Auch die Preise der Rösterei Meyer & Horn, mit der das Kaffeekollektiv arbeitet, sind von 0,13 € auf 0,16 € / Kilo angestiegen. 

3. Verbesserung der Arbeitssituation für die Mitglieder des Kaffeekollektivs
Das Kaffeekollektiv hat die seine Gesamtarbeitszeit erhöht, um die Arbeitssituation von den Mitgliedern zu entspannen. Denn für das Kollektiv spielt zum Beispiel auch die Informationsarbeit zu den Kämpfen der indigenen Bewegungen in Chiapas und im Cauca eine sehr wichtige Rolle. Um diesen Aufgaben mehr Zeit widmen zu können, wurde vom Kollektiv der Posten hierfür erhöht.

4. Neue Preisgestaltung
Die Preise für die unterschiedlichen Sorten vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista beruhen auf einer Mischkalkulation. Egal also, ob es sich um Espresso oder Filterkaffee handelt - das Kollektiv hat beschlossen, die Preise anzugleichen und hoffen auf das Verständnis ihrer Kund*innen.