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binanoehr: Für einen ethischen Wandel in der Modewelt

von Anna | 14.02.2022

Es geht weiter mit dem Who is Who der zündstoff Influencer:innen. Heute im Portrait: binanoehr aus Hamburg. Die vegane Modedesignerin, Bloggerin und zweifache Mutter ist ein Urgestein der Fair Fashion Szene in Deutschland. Bina setzt sich mit ihrem eigenen, fairen Ecolabel Baìge und ihren Beiträgen auf Social Media für einen ethischen Wandel in der Modewelt ein. Ihre Haltung: Fair Fashion ist mindestens so stylisch wie herkömmliche Mode, sie ist gut für alle und macht Spaß. Ein gutes Match mit zündstoff. Meet Bina!

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Postings von Fair Fashion in Lifestyle Ambiente, Rezepte für ein einfaches, leckeres und veganes Mittagessen, Tanzvideos im eigenen Wohnzimmer und Ecolabel-Guides, das ist auf Binas Instagram Account zu finden.

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Bina Be the change: binanoehr auf Instagram

Die gebürtige Hamburgerin ist studierte Modedesignerin und Fair Fashion Bloggerin der ersten Stunde. Letzten Sommer hat zündstoff die Zusammenarbeit mit Bina aufgenommen und seither gab es schon viele gemeinsame Aktionen auf Instagram, die Lust auf mehr machen. Auf binanoehr teilt Bina täglich Fotos, Reels und Beiträge mit ihren rund 18.000 Follower:innen. Diese schätzen ihren Sinn für elegante und faire Mode mit hohem Style-Faktor, ästhetisch in Szene gesetzt. Bina ihrerseits erfreut sich daran, Inspirationsquelle für eine nachhaltigere Lebensweise ihrer Follower:innen zu sein und etwas bei ihnen auszulösen. Ihr Appell an alle Fashion Liebhaber:innen, der im Subtext immer mitschwingt: Kaufe weniger und am besten nur fair produzierte Kleidung, trage sie lange, pflege sie gut und verwerte sie solange wie möglich weiter. Das passt Eins A zum zündstoff Credo! Und weil unsere Zusammenarbeit mit Bina so schön unkompliziert und freudvoll ist, wollen wir auch weiterhin gemeinsam mehr Menschen für faire Mode begeistern.

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Bloggerin und Modedesignerin mit eigenem Fair Fashion Label

Sich selbst bezeichnet Bina als ein Urgestein der Fair Fashion Szene in Deutschland. Sie mischt seit Anfang an mit in der nachhaltigen Modewelt und bloggt auf ihrer Seite stryletz.com seit 2013 über faire Mode im Alltag. Bina hat mit ihren Beiträgen dazu beigetragen, dass faire Mode aus der leicht angestaubten Öko-Ecke herauskam. Als Modedesignerin hatte sie viele Einblicke in die herkömmliche Mode- und Textilindustrie. Und nach einigen Jahren Arbeitserfahrung kam der Punkt, dass Bina kein Teilchen mehr in der Fast Fashion Maschinerie sein wollte. Ihr inneres Bedürfnis, ethische und faire Mode anbieten zu wollen, wurde stärker und auf den inneren Prozess folgten Taten. Bina gründete kurzerhand ihr eigenes nachhaltiges Modelabel Baìge the Label.

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Bei Baìge the Label kann Bina ihre kreative Ader nach Lust und Laune ausleben, und das mit Erfolg. Sie verfolgt mit ihrer Kollektion eine klare Linie ganz im Sinne der Fair Fashion: Baige the Label steht für minimalistische und zeitlose Kleidungsstücke, die vielseitig kombinierbar sind und aus hochwertigen und langlebigen Materialien gefertigt werden. Sie bieten sich an, lange getragen, gepflegt und geliebt zu werden. Die Produktion findet in Bulgarien unter fairen Arbeitsbedingungen statt und die Kriterien Nachhaltigkeit und Fairness stehen im Prozess immer ganz oben auf der Liste. Die Maxime bei allen Entscheidungen ist, so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen.

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Bina über sich selbst

Und damit Bina auch selbst zu Wort kommt, haben wir ihr folgende vier Fragen gestellt:

Liebe Bina, was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich persönlich?

Nachhaltig ist für mich, wenn wir im Rahmen unserer Möglichkeiten so leben, dass wir möglichst wenige Ressourcen verschwenden. Individuelle Entscheidungen tragen definitiv dazu bei, dass wir mit unserer Welt besser umgehen. In meiner Familie achten wir zum Beispiel auf die Ernährung. Bei uns zuhause kochen wir überwiegend vegan, kaufen möglichst regional und vor allem Bio-Produkte ein, im Badezimmer verwenden wir fast ausschließlich Naturkosmetik und vermeiden Verpackungen. Wir fahren viele Wege mit dem Fahrrad und sprechen mit unseren Kindern und Freunden über eine nachhaltige Lebensweise. Aber wir sind nicht perfekt und erheben diesen Anspruch auch nicht an andere. Nachhaltigkeit muss auch lebbar sein.

Was war Dein persönlicher Auslöser, um Dich für eine nachhaltige Zukunft im Allgemeinen einzusetzen? Und weshalb für Fair Fashion und zündstoff im Speziellen?

Der Einstieg war - wie bei vielen - die Ernährung. Mit 14 Jahren wurde ich Vegetarierin. Seit ungefähr neun Jahren ernähre ich mich vegan. Als mir bewusst wurde, was Massentierhaltung mit den Tieren, den Menschen und der Umwelt macht, habe ich quasi die Büchse der Pandora geöffnet. Dann, als ich als Modedesignerin in der Textilindustrie gearbeitet habe, sind mir die oft menschenrechtswidrigen Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter*innen immer bewusster geworden. Fast Fashion fand ich zunehmend fragwürdiger. Mit meinem Blog stryleTZ wuchs meine Freude an fairer Mode und ich bin ihr treu geblieben. Dieser Wandel hat mein Leben sehr bereichert, und mir liegt daran, andere Menschen daran teilhaben zu lassen und für ein nachhaltiges Leben zu begeistern. Über die Zusammenarbeit mit zündstoff freue ich mich, weil wir quasi beide Pioniere in Sachen Fair Fashion sind. zündstoff ist einfach mega authentisch, achtet auf dieselben Dinge, die mir auch wichtig sind und vergisst dabei den Spaß an der Mode nicht. Denn auch das gehört für mich dazu.

Du bist ein Urgestein unter den Fair Fashion Blogger:innen und Influencer:innen: Inwiefern hat sich die Fair Fashion Szene seit Beginn verändert: Was ist heute anders und was wünschst Du Dir für die Szene in Zukunft?

Ich habe 2013 angefangen über Fair Fashion zu bloggen und damals waren wir tatsächlich noch eine sehr kleine und überschaubare Gruppe. Inzwischen sind viele dazugekommen - was mich sehr freut. Es kann gar nicht genug Menschen geben, die sich für dieses Thema begeistern. Im Laufe der Jahre ist Fair Fashion politischer geworden, und modischer. Faire Mode traut sich mehr und erreicht inzwischen auch Menschen über die Fair Fashion Bubble hinaus. Ich wünsche mir, dass wir Hand in Hand arbeiten, ohne Konkurrenzkämpfe und mehr Miteinander. Aber das spüre ich eigentlich auch bei den vielen tollen Kolleg:innen auf Instagram. Die Pandemie hat den Austausch in den letzten Jahren etwas erschwert. Ich hoffe, dass wir bald wieder mehr an gemeinsamen Projekten arbeiten können und uns dabei wieder persönlich begegnen. Denn das macht die Fair Fashion Bubble auch so besonders: dass alle sehr verbunden miteinander sind.

Welches sind Deine 3 liebsten nachhaltigen Kleidungsstücke oder Ecolabels und wieso?

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Generell bin ich ein Jeans-Typ. Ich finde Jeans einfach ein so praktisches Kleidungsstück! Es lässt sich immer gut kombinieren und trägt sich super im Alltag mit zwei Kleinkindern. Die Nudie Jeans 'Clean Eileen', die ich von zündstoff habe, ist zum Beispiel sehr oft im Einsatz. Sie ist so bequem und stylisch zugleich. Und dann trage ich mein eigenes Fair Fashion Label Baìge einfach rauf und runter. Ich habe die Styles extra so konzipiert, dass sie ganzjährig tragbar sind. Sie sind zeitlos und schlicht und wirklich ultra gemütlich. Perfekt für die Zeit im Homeoffice, aber eben auch zu vielen weiteren Anlässen. Das ganze Prinzip von Baìge basiert darauf, dass die Styles einfach miteinander zu kombinieren sind. Das ist bei meinem vollen Alltag enorm wichtig. Und dann bleibe ich immer ein Fan von Jan’n June mit denen ich hier in Hamburg schon viele Jahre in engem Kontakt bin. Die Kollektionen werden einfach von Jahr zu Jahr immer besser.

 

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Alle, die binanoehr oder zündstoff auf Instagram folgen, und alle, die fleißig den zündstoff-Blog lesen, erwartet in Zukunft noch die ein oder andere Überraschung. Eine kleine Sneak-Preview: Im Sommer denken wir einen Pop-Up Store von Bina mit Baìge the Label bei uns an.

Und Du darfst Dich schon auf das Portrait der Dritten im Bunde der aktuellen zündstoff-Influencer:innen freuen. Im März stellen wir Dir an dieser Stelle Laura Mitulla vor.

 

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