Hanf im Glück

Die Hanfkollektion von Thinking MU

von Lisa | 16.04.2021

Anlässlich der neuen Hanf-Kollektion von Thinking MU schauen wir uns die Wunderpflanze Hanf einmal genauer an. Man kann nämlich nicht nur sehr schöne und nachhaltige Kleidung daraus herstellen. Hanf ist eine extrem vielseitige Pflanze, die unserer Meinung nach wieder viel mehr kultiviert und genutzt werden sollte.

 

Warum ist Hanf so nachhaltig?

Anders als zum Beispiel Baumwolle gedeiht Hanf auch in Mitteleuropa. Bis vor ein paar Jahrzehnten wurde Nutzhanf auch im großen Stil bei uns am Oberrhein angebaut. Ein 1982 ausgesprochenes Anbauverbot wurde 1996 wieder aufgehoben, als sich die Erkenntnis durchsetzte, dass THC-freier Nutzhanf sehr viele positive Eigenschaften hat. Die Pflanze kann nämlich komplett verwertet werden. Und jeder, der schon einmal eine Hanfpflanze im Hinterhof hatte, weiß, dass Hanf relativ anspruchslos ist. Er benötigt nur halb so viel Wasser wie eine Baumwollpflanze und wird in vier Monaten bis zu vier Meter hoch. Hanf braucht keine Pestizide und kaum Dünger und verbessert mit seinen langen Wurzeln den Boden. Auch Bienen besuchen den Hanf gerne und freuen sich über seine Blüten.

Nachhaltiger Hanf Anbau

Hanf als robuste und nachhaltige Textilfaser

Stoffe, die aus Hanffasern gewebt werden, sind atmungsaktiv, weich und haltbar. Du wirst feststellen, dass Deine Hanf-Klamotten mehr mitmachen als welche aus reiner Bio-Baumwolle. Immerhin kann man aus Hanf auch Zelte und Segel herstellen! Der aus Hanffasern gewebte Stoff fällt schön und liegt angenehm auf der Haut. Im Sommer hat der Stoff einen angenehm kühlenden Effekt und hält UV-Strahlen deutlich besser ab als Baumwollstoff. Zusätzlich kann Hanffaser natürlich mit weiteren Naturfasern wie Bio-Baumwolle oder Tencel kombiniert werden, um bestimmte Eigenschaften zu fördern.

Einige Thinking MU Teile aus Hanf-Biobaumwoll-Mix sind z. B. die sehr stylische 'Hemp Odonata Jacket', die schönen 'Hemp Juno T-Shirts' und die 'Hemp Polos' in verschiedenen Farben. In der Material-Kombo mit Tencel kommt zum Beispiel die 'Hemp Moero Pants' daher.

Thinking MU Hemp Odonata Jacket [denim] Thinking MU Hemp Juno T-Shirt [raspberry]  Thinking MU Hemp Polo [mustard]  Thinking MU Hemp Moero Pants [olive green]

Auch andere Hersteller setzen auf Hanf als vielseitige Faser: Die 'Rancho V.2' Sneaker von Flamingo’s Life bestehen aus einem robusten Leinen-Hanf Canvas und bleed hat den sehr lässigen 'Stripe Hanf-Hoody' im Programm.

 Flamingo's Life Rancho V.2 [mustard/ivory]  bleed clothing Stripe Hanf-Hoody [blau]

 

Pflege-Tipps für Eure Hanf-Klamotten

Dank seiner antimikrobiellen Eigenschaften muss Kleidung aus Hanf seltener gewaschen werden. Ein Auslüften auf dem Balkon ersetzt so manchen Waschgang! Wenn es nicht mehr anders geht empfiehlt sich, Hanftextilien nur mit flüssigem Waschmittel und – je nach Materialmix – bei 30-40°C zu waschen. Aufgrund der Eigenschaften der Hanffaser nimmt sie sehr viel Wasser auf und kann dabei um bis zu 30% aufquellen. Beim Trocknen schrumpft sie wieder. Ein körniges Waschmittel könnte dabei in die Faserbündel eingeschlossen werden und das Gewebe mit der Zeit brüchig machen. Zusätzlich wird – besonders bei Materialmischungen – empfohlen, Hanfkleidung an der Leine zu trocknen. Das spart außerdem Strom.

 

Mehr als Hanf-Shirts: So vielseitig ist Hanf

Ja, wir wissen, was Ihr über die sonstige Verwendbarkeit von Cannabis denkt. Aber *davon* einmal abgesehen, ist Hanf auch sonst eine wirklich vielseitige Pflanze. Hanfsamen zum Beispiel sind eine sehr gesunde Zutat im Müsli oder Brot. Sie enthalten neben Ballaststoffen relativ viel Eiweiß und sind eine gute vegane Proteinquelle. Man kann außerdem ein hochwertiges Öl daraus gewinnen, das zum Beispiel in der Naturkosmetik von Dr. Bronner’s verwendet wird. Die Fasern aus den langen Stängeln der Hanfpflanze sind sehr lang und zugleich robust. Deshalb werden sie schon seit Jahrtausenden für die Herstellung von Schnüren und Seilen verwendet, die vor allem in der Schifffahrt große Bedeutung hatten und noch immer haben. Hanf ist aber auch als ökologisches Bau- und Dämmmaterial im Einsatz und seine Rolle beim umweltverträglichen Hausbau wird in den kommenden Jahren voraussichtlich größer werden. Seit ein paar Jahren sind die nicht-berauschenden Anteile der Cannabis-Blüten als Superfoods im Gespräch und CBD-Öle finden vor allem bei Patient:innen mit chronischen Schmerzen und Unruhezuständen großen Anklang. Für ähnliche Zwecke werden auch die wohlbekannten Tetrahydrocannabinole in Form von medizinischem Marihuana verschrieben.

Im Zuge einer Umstellung auf nachhaltigere Landwirtschaft und Industrie werden wir Feldern mit Nutzhanf in Zukunft hoffentlich wieder häufiger begegnen!