Unsere Empfehlung

'Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode' - Ausstellung in Berlin

von Bernadette Kirner | 23.10.2019

Einer unserer Kollegen war vor kurzem in Berlin und hat während seines Aufenthalts dort die Ausstellung 'Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode' besucht. Zurück gekommen ist er mit einem toll gemachten Ausstellungs-Katalog, sowie einer Empfehlung, sich diese Ausstellung definitiv anzusehen - wer von Euch also Berlin seinen Wohnort nennt, oder bald mal wieder einen Besuch in der Hauptstadt plant: Unbedingt ins Museum Europäischer Kulturen gehen, denn dort wird die vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg konzipierte Ausstellung vom 27.09.2019 bis 02.08.2020 gezeigt!

Die Ausstellung Fast Fashion gibt Einblicke in die Bekleidungsproduktion
Bild: Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / D. von Becker

'Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode' wirft einen kritischen Blick auf die Folgen des Modekonsums für Produzent*innen und Umwelt und regt die Besucher*innen an, sich engagiert mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Das Museum Europäischer Kulturen (MEK) ergänzt die Auseinandersetzung mit der Fast Fashion um Einblicke in die Berliner Slow Fashion Szene: Denn als Dreh- und Angelpunkt der internationalen fairen Modewelt entstehen in Berlin zahlreiche innovative Ideen, wie Mode nachhaltig produziert und genutzt werden und gleichzeitig Spaß machen kann.

Ansicht der Ausstellung Fast Fashion
Bild: Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / D. von Becker

Prof. Dr. Sabine Schulze, die Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg, schreibt im Vorwort des Ausstellungs-Katalogs: "Fast Fashion bedeutet Beschleunigung: für die Globalisierung von modischem Mainstream; für die Produktion und den Handel (möglich sind zwei Wochen vom Entwurf bis zur Auslieferung!); für den Gebrauch und Verschleiß von Kleidung. Fast Fashion hat einen neuen Typus der schnellen ModekonsumentInnen hervorgebracht." Immer schneller dreht sich mittlerweile das Modekarusell auf der einen Seite, aber erfreulicherweise gibt es auch Gegenentwürfe hierzu: Nämlich Kleidung, die den Anspruch hat, zeitlos zu sein, aus fairer Produktion stammt und unter Verwendung von ökologisch hergestellten Rohstoffen produziert wird. Sabine Schulze weiter: "Als Gegenmodell zur Fast Fashion gewinnt die Slow Fashion Bewegung immer mehr an Bedeutung. Sie fordert sowohl die ProduzentInnen als auch die KonsumentInnen zu einer neuen Form von Verantwortung und Respekt gegenüber Mensch, Umwelt und Produkten heraus." 

Kleidung zum Recyceln
Bildnachweis: Tim Mitchell and Lucy Norris

Gerade auch die Darstellung einer fairen Modewelt, in der andere Werte etabliert werden, ist eine gute Methode im Rahmen dieser Ausstellung, das Themenfeld umfänglich zu beleuchten. Denn es gibt sie ja - die Welt abseits der Fast Fashion. Und wir alle hier sind auch Teil davon. Wer zündstoff kennt, ist Teil davon. In diesem Sinne: Viel Spaß bei dieser gelungenen Ausstellung - berichtet uns doch gerne, wie sie Euch gefallen hat!