#noblackfriday

No Black Friday - zündstoff Spendenaktion

von Lisa | 23.11.2021

Am Freitag 26.11. ist Black Friday und wir machen – wieder – nicht mit. Statt Konsumrausch und Rabattaktionen machen wir am #noblackfriday lieber eine Spendenaktion für eine Herzenssache. Letztes Jahr spendeten wir 10% unseres Tagesumsatzes aus Ladengeschäft und Online-Shop an die NGO Drip by Drip, dieses Jahr geht unsere Spende an die Aktion Kabul Luftbrücke. Wer und was dahintersteckt, und warum wir uns überhaupt für eine #noblackfriday-Aktion entscheiden, das liest Du hier.

noblackfriday spenden für kabul luftbrücke

Stell Dir vor es ist Black Friday und niemand geht hin

Dass Black Friday, der Feiertag des Konsums und der Rabattaktionen immer auf den Freitag nach dem amerikanischen Thanksgiving fällt, ist kein Zufall. In den USA ist Thanksgiving vielleicht noch wichtiger als Weihnachten. Wichtig genug jedenfalls, dass an diesem vierten Donnerstag im November wirklich alle Geschäfte komplett zu bleiben. Um diese „dramatische Umsatzeinbuße“ durch den einen entgangenen Öffnungstag wieder auszugleichen, und weil viele Amerikaner*innen den Brücken-Freitag gerne freinehmen und Zeit zum Shopping haben, wurde der Black Friday erschaffen. Hier fällt der Startschuss fürs Weihnachtsshopping und die Kund*innen werden mit Rabattschlachten in die Innenstädte gelockt.

Diese „Tradition“ hat sich mittlerweile auch in Deutschland etabliert – allerdings eben nur der Teil mit den übertriebenen Kaufanreizen, der viele Menschen zu unnötigem Konsum animiert. Dieses Konzept ist in unseren Augen weder nachhaltig noch fair. Statt Ware unter ihrem Wert zu verschleudern und dadurch umweltschädliche und unmenschliche Herstellungsbedingungen auf der ganzen Welt zu begünstigen, setzen wir lieber ein Zeichen gegen den Kaufrausch: Wir machen #noblackfriday und spenden 10% unseres Tagesumsatzes. Das bedeutet für Dich: Fällt Dein Einkauf bei zündstoff auf den Black Friday, tust Du damit Gutes!

 

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Warum an Kabul Luftbrücke spenden? Die Situation in Afghanistan

Rückblende: Im August diesen Jahres haben die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und der übereilte internationale Truppenabzug für chaotische Zustände am Flughafen von Kabul gesorgt. Eine Masse von Menschen wollte aus Angst um ihr Leben das Land verlassen, und die ganze Welt hat zugeschaut. Ihr erinnert euch? Gebannt hingen wir an den Nachrichten und konnten kaum glauben, dass Deutschland durch seine späte und zaghafte Evakuierungsaktion hunderte Menschen im Stich ließ. Obwohl sie und ihre Familien sich in Lebensgefahr befanden weil sie den deutschen Militäreinsatz unterstützt oder sich für Menschenrechte eingesetzt haben, scheiterte ihre rechtzeitige Evakuierung an politischem Kleinklein.

Jetzt, ein paar Wochen später, hat sich die mediale Aufmerksamkeit um Afghanistan verflüchtigt und kaum jemand blickt noch dorthin. Dabei verlaufen auch die weiteren Evakuierungsmaßnahmen der Bundesregierung eher schleppend – seit August fand ein einziger Charterflug statt (Nachtrag: vor wenigen Tagen landete ein zweiter Evakuierungsflug der Bundesregierung). Unterdessen droht nun eine Hungersnot, der Winter naht und die Hinrichtungen der Taliban haben längst begonnen.

spenden für kabul luftbrücke
Link zur Pressekonferenz des Bündnisses anlässlich des Evakuierungsfluges

Was ist die Kabul Luftbrücke?

Es ist also leider klar: Die Zeit drängt und die Regierung wird’s nicht richten. Bereits im August wurde daher die Rettungsaktion Kabul Luftbrücke ins Leben gerufen, um die Evakuierung gefährdeter Afghan*innen weiter voranzubringen. Sie besteht aus einem breiten Bündnis von flüchtlingspolitischen Organisationen wie Leave no one behind, Seebrücke, Seawatch, aber auch Reporter ohne Grenzen und weiteren NGOs. Die Kabul Luftbrücke agiert mit formeller Unterstützung der deutschen Bundesregierung und finanziert sich aus Spenden. So konnte sie dank ihrem internationalen Netzwerk bereits über 500 Menschen aus Afghanistan evakuieren. Der letzte Flug der Luftbrücke mit 148 Menschen landete am 13. November in Pakistan. Mit an Bord: Zahlreiche Ortskräfte, Menschenrechtsaktivist*innen und eine deutsche Familie.

zündstoff Spendenaktion für Kabul Luftbrücke

Ein Transport für ca. 300 Menschen aus Afghanistan kostet momentan rund 600.000 Euro, so berechnet es die NGO auf ihrer Website. Noch immer erhalten sie täglich Hilferufe von „vergessenen“ Ortskräften und bedrohten Menschenrechtsaktivist*innen vor Ort. Arbeiten wir also gemeinsam daran, das Versagen der Bundesregierung wenigstens etwas auszugleichen und die Situation für die Menschen zu verbessern.

Deshalb werden wir am 26.11. 10% des zündstoff-Tagesumsatzes an die Kabul Luftbrücke spenden – und rufen Euch auf, mitzumachen. Tut Gutes, indem Ihr mit Eurem zündstoff-Einkauf bis zum #noblackfriday wartet, oder spendet einfach so. Jeder Euro hilft!

jetzt für kabul Luftbrücke spenden
Jetzt spenden: Klick aufs Bld um zur Spendenaktion zu gelangen

Wer wird aus Afghanistan evakuiert?

Zu den gefährdeten Personen zählen Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft: Richter*innen, Klimaaktivist*innen, LGBTIQ Personen, Sportler*innen, Journalist*innen, die für deutsche Medien gearbeitet oder sich kritisch geäußert haben, Frauenrechts- und Menschenrechtsverteidiger*innen sowie Ortskräfte deutscher Ministerien und Subunternehmen. Die Rettungsaktion Kabul Luftbrücke steht insbesondere für eine unbürokratische Hilfe zur Flucht aus humanitären Gründen. Dabei verlässt sie sich auf die Listen bedrohter Personen der deutschen Bundesregierung und bemüht sich zeitgleich auch, dass bisher „übersehene“ Personen noch auf diese Listen gelangen. Dabei unterstützt die Initiative auch ehemalige Ortskräfte vor Gericht dabei, ihren Namen auf die Listen setzen zu lassen. Mit Erfolg. Die betroffenen Personen durchlaufen nach ihrer Evakuierung aus Afghanistan den regulären Visums- und Asylprozess.

Flucht aus Afghanistan

Dranbleiben:

Mehr Hintergründe über die Kabul Luftbrücke in einem Deutschlandfunk-Interview mit Ruben Neugebauer, einem Sprecher der Initiative.

Zur Website der Initiative.

 

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