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Fair Fashion

Fair, Bio und Vegan?

Was das bei uns konkret heißt - unsere Standards im Überblick

Frau in einem Outfit von Recolution blickt über die Schulter zum Betrachter

Unsere Standards

Seit 2006 verkaufen wir in Freiburg Kleidung, Accessoires, Schuhe und Taschen, die nach überprüfbaren Sozial- und Umweltstandards hergestellt werden. Auf dieser Seite steht, welche Standards das sind, wer sie kontrolliert – und wo ihre Grenzen liegen.

Fair, bio, vegan – drei Begriffe, die oft in einem Atemzug genannt werden, aber ganz Verschiedenes bedeuten. Fair betrifft die Menschen, die deine Kleidung nähen. Bio betrifft den Anbau der Rohstoffe. Vegan betrifft die Frage, ob tierische Materialien verarbeitet wurden.

Ein Kleidungsstück kann das eine Kriterium erfüllen und das andere nicht. Deshalb behandeln wir die drei hier getrennt – und sagen bei jedem dazu, wie es überprüft wird:

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Fair produziert

Alle Marken in unserem Sortiment produzieren entweder in der EU oder sind durch Fair Wear Foundation, Fairtrade oder GOTS zertifiziert. Was diese Systeme jeweils prüfen, findest Du weiter unten.

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Bio-Rohstoffe

Die Baumwolle in unserem Sortiment stammt immer aus kontrolliert biologischem Anbau.
Daneben führen wir unter anderem Lyocell, Leinen, und GOTS- oder RWS- zertifizierte Wolle.

Die Vegan-Blume

Vegane Auswahl

Unser Sortiment ist nicht vollständig vegan, aber ein großer Teil davon: beispielsweise alle Jeans und Hosen, so gut wie alle Oberteile aus Baumwolle oder Lyocell.

Faruen arbeiten in einem spanischen Betrieb an der Produktion für Brava Fabrics

Faire Kleidung: Wer näht, und unter welchen Bedingungen?

Faire Kleidung heißt für uns: Die Menschen, die sie herstellen, arbeiten ohne Kinder- und Zwangsarbeit, ohne exzessive Überstunden, unter sicheren Bedingungen und für einen Lohn, der zum Leben reicht.

Das ist kein Versprechen, das wir selbst überprüfen können – wir sind ein Laden mit zwei Standorten in Freiburg, keine Prüforganisation. Wir nehmen deshalb nur Marken ins Sortiment auf, deren Produktion auf eine von zwei Arten abgesichert ist:

Produktion in der EU. Hier greifen europäische Arbeitsrechtsstandards: geregelte Arbeitszeiten, Sozialversicherung, Koalitionsfreiheit, Arbeitsschutz. Genau genommen ist das kein Fair Trade, denn Fair Trade bezeichnet die Unterstützung benachteiligter Produzent:innen im globalen Süden. Aber (genau wie z.B. auch die Fair Wear Foundation) halten wir die wahrscheinlichkeit von systematischen Arbeitsrechtverletzungen in der EU eher gering.

Zertifizierung durch eine unabhängige Organisation. Die Fair Wear Foundation auditiert die Näherei-Betriebe ihrer Mitglieder und veröffentlicht die Ergebnisse in "Brand Performance Checks".
Das Fairtrade-Siegel für Baumwolle setzt bei den Anbaubetrieben an und sichert dort Mindestpreise und Prämien.
Der Global Organic Textile Standard (GOTS) enthält neben den ökologischen auch soziale Mindestkriterien entlang der gesamten Lieferkette und kontrolliert so zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in den Nähereien.

Welche Marke bei uns wie zertifiziert ist, steht auf den Markenseiten – und wenn du im Laden fragst, wissen wir in der Regel ebenfalls gut über die Produktionsbedingungen Bescheid.

Nahansicht von zwei Händen, die geerntete Bio-Baumwolle halten

Biobaumwolle, Lyocell, Leinen: die Materialien in unserem Sortiment

Die konventionelle Baumwollproduktion arbeitet mit großen Mengen chemisch-synthetischer Pestizide und Insektizide. Das belastet Böden und Grundwasser und trifft zuerst die Menschen auf den Feldern.

Deshalb führen wir Baumwolle ausschließlich aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA): ohne chemisch-synthetische Pestizide, ohne gentechnisch verändertes Saatgut. Kontrolliert wird das über Zertifikate - zum Beispiel GOTS, einen weit verbreiteten Standard für Textilien. Er stellt Anforderungen an jede Stufe der Verarbeitung, vom Feld bis zur Ausrüstung, und schließt Sozialkriterien ein.

Eine Studie des Freiburger Öko-Instituts für das Umweltbundesamt kommt zu folgendem Schluss:
"Der kontrolliert biologische Anbau von Baumwolle bei dem auf den Einsatz von Mineraldünger, Pestizide und andere chemische Hilfsmittel verzichtet wird und den Anbau von GVO-Sorten verbietet, ist mit geringeren Auswirkungen auf die angrenzenden Ökosysteme verbunden."
Dr. Jenny Teufel, Viviana Lopez, Katja Moch, Lucía Gascón | Öko-Institut e.V., Freiburg, Seite 59

 

Weitere Materialien, die du bei uns findest:

  • Lyocell – eine Regeneratfaser aus Holzcellulose - bei uns sind die Regeneratfasern meist nach den Verfahren der Firma Lenzing lizensiert.
  • Leinen aus biologischem Anbau
  • Wolle – mulesingfrei, zertifiziert nach GOTS oder dem Responsible Wool Standard (RWS)
  • Recyceltes Polyester aus PET, z. B. in Rucksäcken und Sneaker-Mesh, meistens zertifiziert nach dem Global Recycled Standard (GRS)

Was wir dazu nicht sagen können: wie hoch die Umweltentlastung gegenüber einem konventionellen Teil im Einzelfall ausfällt. Dafür bräuchte es eine Ökobilanz pro Produkt, und die hat in dieser Branche fast niemand. Wir nennen dir deshalb lieber die Faser und das Siegel und lassen dich selbst einordnen.

Eine Baumwollpflanze vor weißem Hintergrund

Vegane Schuhe und Kleidung: was bei uns ohne Tier auskommt

Ehrliche Antwort vorweg: Unser Laden ist kein rein veganer Laden. Wir führen auch Wolle und Leder. Der vegane Anteil ist aber groß und wächst seit Jahren.

Vollständig vegan bei uns:

  • Alle Jeans und Hosen – Kings of Indigo, Kuyichi, Nudie Jeans und Armedangels verwenden durchgängig Jacron-Patches aus Cellulose statt Leder, die Chinos von Knowledge Cotton Apparel kommen ohne Lederapplikationen aus.
  • So gut wie alle T-Shirts, Hemden, Kleider, Röcke, Sweatshirts und Pullover, weil sie aus Baumwolle, Lyocell oder Leinen bestehen.

Nicht vegan: Produkte aus Wolle, einzelne Accessoires wie z.B. Gürtel.

Warum wir tierische Materialien nicht ausschließen: Wolle und Leder sind langlebig und funktional, und Langlebigkeit ist aus unserer Sicht ein eigenes Argument. Wir setzen stattdessen Bedingungen: Wolle möglichst aus kontrolliert biologischer Tierhaltung oder nach dem RWS-Standard. Leder nur chromfrei gegerbt und mit nachvollziehbarer Herkunft.

Wenn du dir bei einem Teil unsicher bist: frag uns im Laden. Wir sehen in der Materialzusammensetzung nach.

Ein Mann mit Jeans im Arm vor einer großen Waschmaschine

Welches Siegel prüft was?

Siegel sind unterschiedlich weit. Keines deckt alles ab. Deshalb hier die Übersicht – inklusive dem, was das jeweilige Siegel nicht prüft.

Das Logo vom GOTS - Global Organic Textile Standard
Global Organic Textile Standard (GOTS)

Prüft: Bio-Anteil der Fasern, Chemikalien in der gesamten Verarbeitung, soziale Mindeststandards

Prüft nicht: Existenzsichernde Löhne im vollen Umfang, CO₂-Bilanz

Das Fairtrade Siegel für Baumwolle
Fairtrade Cotton

Prüft: Mindestpreis und Prämie für Baumwoll-Produzent:innen

Prüft nicht: Bedingungen in den Nähereien, Bio-Anbau (nur teilweise)

Das Logo der Fair Wear Foundation
Fair Wear Foundation

Prüft: Arbeitsbedingungen in den Nähbetrieben, Fortschrittsberichte der Mitglieder

Prüft nicht: Rohstoffanbau, Umweltkriterien

Das Logo des Global Recycled Standard
Global Recycled Standard (GRS)

Prüft: Recyclinganteil, Rückverfolgbarkeit, Sozial- und Umweltkriterien der Verarbeitung

Prüft nicht: Mikroplastik-Freisetzung im Gebrauch

Das Bluesign-Logo
bluesign

Prüft: Chemikalieneinsatz und Ressourcenverbrauch in der Produktion

Prüft nicht: Soziale Bedingungen, Bio-Anbau

Logo von RWS - Responsible Wool Standard
Responsible Wool Standard (RWS)

Prüft: Tierwohl in der Schafhaltung, Landmanagement, mulesingfrei

Prüft nicht: Bio-Anbau des Futters, Verarbeitung

Was wir nicht behaupten

Über Nachhaltigkeit in der Modebranche wird viel Unsinn geschrieben. Damit du weißt, woran du bei uns bist, hier die Aussagen, die wir bewusst nicht machen:

 

  • Wir nennen unsere Kleidung nicht „klimaneutral". Kompensationsbasierte Klimaneutralitäts-Aussagen auf Produktebene sind in der EU ab dem 27. September 2026 verboten – und sie waren schon vorher irreführend.
  • Wir sagen nicht, dass unsere Kleidung der Umwelt nützt. Jede Textilproduktion verbraucht Wasser, Energie und Fläche. Das gilt für Bio-Baumwolle und auch für aööe anderen Materialien, die Du bei uns findest.
  • Wir behaupten keine Zertifizierung, die wir nicht haben. Manche unserer Marken sind als Unternehmen GOTS-zertifiziert, andere nicht. Wir schreiben nicht „alle Marken sind GOTS". Auf unseren Markenseiten findest Du möglichst genaue Infos zu den einzenen Brands.
  • Wir versprechen keine lückenlose Lieferkettentransparenz.
    Wir versuchen zwar möglichst gut herauszufinden, woher die Fasern uder textilien stammen und wo sie gefertigt werden, aber auch wir sind von den Informationen der Marken abhängig. Viel sind da sehr Transparent, aber alle Leiferketten aller Marken können wir gar nicht immer im Blick haben.
  • Der nachhaltigste Pullover ist der, den du schon hast. Wir verkaufen Kleidung, das ist unser Geschäft. Aber wir verkaufen sie, damit sie lange getragen wird. Wenn Du Fragen zur Pflege hast, oder Reparaturtipps möchtest, helfen wir dir gerne weiter!
Mann und Frau auf einem Fahrrad auf einer Landstraße

Welche Marke steht wofür?

Unsere Marken gehen unterschiedliche Wege. Armedangels, Nudie Jeans, Kuyichi, Kings of Indigo, Knowledge Cotton Apparel, Recolution, Dedicated, Thinking Mu, Colorful Standard, pinqponq – jede hat ihr eigenes Zertifizierungs- und Transparenzprofil.

Auf den Markenseiten steht zu jeder Marke, wo produziert wird, welche Siegel sie führt und welche Berichte sie veröffentlicht.

FAQ - Häufige Fragen

Ist bei zündstoff alles aus Bio-Baumwolle?

Alle Baumwolle in unserem Sortiment stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist entsprechend zertifiziert. Vieles nach GOTS, anderes nach anderen Standards. Wir führen daneben aber auch andere Materialien: Lyocell, Leinen, Wolle, recyceltes Polyester und Leder.

Ist das Sortiment vegan?

Nicht vollständig. Alle Jeans und Hosen sind vegan, ebenso so gut wie alle Baumwoll-Oberteile. Wolle und ein Teil der Schuhe sind es nicht. Frag uns im Laden, wir sehen in der Materialzusammensetzung nach.

Ist Bio-Baumwolle pestizidfrei?

Nein – kontrolliert biologischer Anbau schließt chemisch-synthetische Pestizide und Gentechnik aus. Bestimmte natürliche Wirkstoffe sind jedoch zulässig.

Was ist der Unterschied zwischen Fairtrade und der Fair Wear Foundation?

Fairtrade setzt beim Rohstoff an und sichert Baumwoll-Produzent:innen Mindestpreise und Prämien. Die Fair Wear Foundation prüft die Arbeitsbedingungen in den Nähbetrieben. Die beiden setzen also unterschiedliche Schwerpunkte und decken verschiedene Stufen der Lieferkette ab.

Sind eure Marken alle GOTS-zertifiziert?

Nein. Einige sind als Unternehmen GOTS-zertifiziert, manche verwenden andere Zertifikate für kontrolliert biologischen Anbau. Andere arbeiten mit Fairtrade-Baumwolle oder sind Mitglied der Fair Wear Foundation, andere produzieren in der EU. Welche Marke wofür steht, steht auf den Markenseiten.

Wo finde ich euch in Freiburg?

In der Moltkestraße 31 (Kleidung) und in der Belfortstraße 27 (Schuhe und Taschen), beide Mo–Fr 10–19 Uhr und Sa 10–18 Uhr.

zündstoff clothing

Unser Store für Bekleidung.

Moltkestraße 31
79098 Freiburg

Fon: +49 (0) 761 21430584
Mail: service@zuendstoff-clothing.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 10.00 - 19.00
Samstag: 10.00 - 18.00

zündstoff footwear

Unser Store für Schuhe und Taschen.

Belfortstraße 27
79098 Freiburg

Fon: +49 (0) 761 48896224
Mail: service@zuendstoff-clothing.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 10.00 - 19.00
Samstag: 10.00 - 18.00

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