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Fair Trade Kleidung

So wie manchmal das Begriffsdurcheinander in Bezug auf Biobaumwolle für Verwirrung sorgt, können auch die Bezeichnungen im fairen Handel Anlass zu Irritationen geben. So findet man schnell einige Anbieter von Fair Trade Kleidung, stellt dann aber schnell fest, dass viele durchaus verschiedene Standards bei der Produktion ihrer Kleidung haben: Da gibt es das Fairtrade- und das GOTS-Siegel, Mitgliedschaften bei der WFTO oder der Fairwear-Foundation, oder Zertifizierungen für Industriebetriebe wie SA8000.
 
Das bekannte schwarz-grün-blaue Fairtrade-Siegel wird in Deutschland von Transfair, der deutschen Sektion von FLO (Fairtrade Labelling Organizations International) vergeben. Anbieter, die über diese Zertifizierung verfügen, verwenden meist den Begriff „Fairtrade“, welcher in dieser Schreibweise markenrechtlich geschützt ist. Als Fair Trade Kleidung hingegen können auch Anbieter ohne dieses Siegel ihre Ware bewerben.
 
Hier empfiehlt es sich, genauer hinzuschauen und im Zweifelsfall auch mal nachzufragen. Denn die Produktionskette für Fair Trade Kleidung ist recht komplex und für die meisten Schritte gibt es verschiedene Zertifizierungen. So sind überprüfte Sozialstandards für die Arbeiter beim Anbau der Biobaumwolle genau so wichtig wie gerechte Arbeitsbedingungen für die Näherinnen.
 
Die World Fair Trade Organization (WFTO) hat 10 Prinzipien für den fairen Handel herausgegeben, an denen sich auch Kleidung messen lassen muß, wenn sie das Attribut Fair Trade Kleidung erfüllen will. Dazu gehören unter anderem die gezielte Zusammenarbeit mit ökonomisch benachteiligten Gruppen, faire und respektvolle Handelsbeziehungen inklusive der Zahlung eines fairen Preises und Verantwortung und Transparenz in den Handelsbeziehungen.