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Der Kleiderhaken

Der Kleiderhaken

Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie




Label:
    Zwischenzeit e.V.
   
Regie:
    Dorit Siemers
    Heiko Thiele
   
Produktion:     Deutschland 2006
   
Laufzeit:     70 min.
   
Bildformat:     4:3
   
Sprachen:     Deutsch
 
 
 
 

90 % unserer Kleidung werden in Niedriglohnfabriken – in Mittelamerika auch Maquiladoras genannt – hergestellt. Für Unternehmen wie Takko, adidas, C&A oder H&M sind die steuer- und zollbefreiten Industriezonen echte Produktionsoasen. Während die Auftraggeber Millionengewinne erzielen, bleiben für die ArbeiterInnen und den Staatshaushalt nur ein Bruchteil. Die Folge sind Kürzungen in den Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystemen und zunehmende Verarmung.
Weltweit kritisieren Organisationen die Arbeitsbedingungen in den Fabriken – ganz gleich ob in China, Rumänien oder wie in diesem Film in Honduras. Die Stadt San Pedro Sula gilt als die Maquiladora-Metropole in Mittelamerika. Primär produzieren die Fabriken Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Niedrige Löhne, fristlose Kündigungen, (sexuelle) Übergriffe und Gewerkschaftsverbot gehören untrennbar zu diesem boomenden Wirtschaftszweig. Die eingesetzten Chemikalien zerstören nicht nur die Umwelt, sie reichern sich auch in der Kleidung an und gefährden die Gesundheit von ArbeiterInnen und KonsumentInnen.
Mehrere Fallbeispiele belegen die Umweltverseuchung im Norden Honduras sowie die gravierenden Lohn- und Arbeitsbedingungen, die sich aufgrund des zunehmenden internationalen Konkurrenzkampfes immer weiter verschlechtern und zur Auflösung lokaler Wirtschaftstrukturen führen. Im Film kommen neben Betroffenen und Menschenrechtsorganisationen auch Politiker und UnternehmerInnen zu Wort. Zudem erläutern deutsche Organisationen die Hauptkritikpunkte am Maquiladora-System und liefern Ansätze für gerechtere Produktions- und Vermarktungsbedingungen.

Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V.) reiste 5 Monate durch Südmexiko und Mittelamerika, um existierende und geplante "Entwicklungsprojekte" des Plan Puebla-Panamá (PPP) zu dokumentieren. Der PPP - ein neoliberales Großvorhaben mit ineinander verzahnten Wirtschaftsbereichen - wird trotz negativer Auswirkungen auf Mensch und Natur von den Regierungen weiter vorangetrieben.
 
Vom Kaufpreis gehen 3€ an das honduranische Zeitungskollektiv "La Vida en la Maquila".
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