
Bio Baumwolle ist einfach der bessere Rohstoff. Bio Baumwolle wird ohne Pestizide angebaut und schont so nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der ProduzentInnen.
Bereits das Baumwoll-Saatgut wird bei konventioneller Baumwolle mit Quecksilberverbindungen gebeizt oder mit Pilzbekämpfungsmitteln behandelt. Später werden die Baumwollpflanzen bis zu 14-mal pro Ernte mit Pestiziden besprüht.
Zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung wird die weiße Naturfaser
oft maschinell geerntet. Davor ist es notwendig das grüne Kraut durch
den Einsatz von Entlaubungsmitteln abzutöten.

Der Baumwollanbau verbraucht, bei einem Anteil von 2,4 Prozent der weltweiten Ackerfläche mindestens ein Zehntel der weltweit angewandten Pestizide, darunter einige der gefährlichsten Nervengifte und ca. 25 Prozent des weltweit eingesetzten Insektizide.
Baumwolle in kontrolliert biologischen Landwirtschaftssystemen wird hingegen nach festgelegten Standards angebaut. Kontrolliert biologische Landwirtschaft verbietet die Nutzung von toxischen und persistenten (nicht abbaubaren) chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngemitteln so dass Böden und Grundwasser nicht mehr kontaminiert (verunreinigt) werden. Untersagt ist auch die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen.
Im Baumwollanbau ist die kontrolliert biologische Wirtschaftsweise noch recht jung.
Wir helfen dabei, dass es auch in Zukunft immer mehr Bio Baumwolle geben wird. Denn auch finanziell ist das für die Bauern gut: Der Mengenertrag ist geringfügig niedriger. Dennoch ist der zu erzielende wirtschaftliche Ertrag gleich oder höher, weil die Kosten für Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger wegfallen. Außerdem kann mit Bio Baumwolle ein - derzeit um ca. 20 Prozent - höherer Preise erzielt werden.